ganzheitliche Schmerztherapie

Stress und Schmerzen — wie gehört das zusammen?

Chro­nis­che Schmerzen stellen eine kom­plexe Symp­to­matik dar, bei der eine Begleitung durch eine ganzheitliche Schmerzther­a­pie ein sin­nvollen Weg darstellen kann.
Grund­sät­zlich kann gesagt wer­den, dass eine Dauer­anspan­nung auf län­gere Sicht nicht nur psy­chis­che, son­dern auch kör­per­liche Fol­gen auf uns hat. Chro­nis­che Schmerz­zustände nehmen in unser­er Gesellschaft lei­der zu. Rund 150 Mil­lio­nen Pack­un­gen Schmerzmit­tel wer­den Jahr für Jahr in Deutsch­land verkauft. Ca. 40 Mil­lio­nen Arztbe­suche im Jahr lassen sich auf Rück­en­schmerzen zurück­führen. Schmerzen des Bewe­gungsap­pa­rates zählen zu den häu­fig­sten Ursachen, warum Ärzte und Ther­a­peuten über­haupt aufge­sucht wer­den. An zweit­er Stelle ste­hen psy­chis­che Beschw­er­den. Schmerz und Stress,  dass bei­des in einem direk­ten Zusam­men­hang ste­ht, liegt also nahe.
Am Beispiel des soge­nan­nten Span­nungskopf­schmerzes kann es anschaulich und nachvol­lziehbar erk­lärt werden.
Das was wir gemein­hin als Stressempfind­ung beze­ich­nen, ist ein archais­ch­er Schutzmech­a­nis­mus. Wenn Gefahr dro­ht, wer­den soge­nan­nte Stress-Hor­mone aus­geschüt­tet. Neben vie­len Stof­fwech­selverän­derun­gen, wird auch die Stirn- Nack­en­musku­latur anges­pan­nt, um für Flucht oder Angriff gerüstet zu sein. Dass uns heutzu­tage nicht mehr der Säbelzah­ntiger bedro­ht, son­dern Prob­leme in der Part­ner­schaft, im Beruf oder anderen Lebens­bere­ichen, ist evo­lu­tions­bi­ol­o­gisch in unserem Organ­is­mus noch nicht angekom­men. Wir reagieren also wie bere­its vor 5.000 Jahren. Das Prob­lem ist nun fol­gen­des. Archaisch gese­hen, dauerte ein Stress nur rel­a­tiv kurze Zeit. Die Säbelzahnkatze war nach weni­gen Minuten kein Prob­lem mehr — so oder so. Kör­per­liche Aktiv­ität (Kampf oder Flucht) hat uns nicht nur der Gefahr entkom­men lassen, son­dern auch die im Sys­tem befind­lichen Stresshormone abge­baut. Alles lief wieder entspannt.
Der men­tale Stress lässt sich jedoch nicht ein­fach abschüt­teln und wird beispiel­sweise. bei Bürotätigkeit­en aus­ge­sessen. Die aus­geschüt­teten Hor­mone wirken auf Atmung und Kreis­lauf, aber vor allem auf die Musku­latur. Die Kör­perspan­nung erhöht sich dadurch enorm und ohne eine Art von kör­per­lichem Stress­ab­bau kön­nen anhal­tende Verspan­nun­gen und Schmerzen entstehen.
Die Dauer­anspan­nung der Musku­latur und die fehlende Bewe­gung im All­t­ag führen dazu, dass die Musku­latur weniger durch­blutet, weniger mit Nährstof­fen ver­sorgt und dadurch schmerzsen­si­bler wird. Nun ist einem chro­nis­chen Schmerzgeschehen der Boden bereitet.
Sind wir län­gere Zeit zu vie­len Stres­soren aus­ge­set­zt, führt das zu ein­er dauer­haften Aktivierung des sym­pa­this­chen Ner­ven­sys­tems. Die Empfind­lichkeit unseres Not­fall­sys­tems wird dadurch erhöht. Dies geht zu Las­ten des parasym­pa­this­chen Ner­ven­sys­tems, also unserem Erhol­ungssys­tem. Um bei­de Sys­teme aus­geglichen zu hal­ten, benöti­gen wir aus­re­ichend Erholungsphasen.
Wenn wir es nicht schaf­fen, uns Zeit für einen Aus­gle­ich und somit unsere Gesund­heit zu nehmen, müssen wir uns später viel Zeit für unsere Erkrankun­gen nehmen.
In unserem inter­diszi­plinären Ther­a­piezen­trum Ther­aver­sum erwarten Sie ver­schieden­ste Diag­nose- und sich ergänzende Ther­a­piev­er­fahren. Ob Physio- oder Ergother­a­pie, ob inva­sive Ver­fahren wie Infu­sio­nen oder Blutegel. Eine ganzheitliche Schmerzther­a­pie ist so indi­vidu­ell wie die Patien­ten und ihre Beschwerdebilder.

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